Standorte REMONDIS-Gruppe
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KUNSTSTOFFRECYCLING
Kunststoff ist ein wichtiger Alltagsbegleiter, kann aber auch zum Problem werden. Anders als organisches Material zersetzt er sich in der Natur extrem langsam und verunreinigt als Mikroplastik Boden und Grundwasser. Zudem wird für seine Herstellung meist Erdöl benötigt. Alles gute Gründe, Kunststoff möglichst vollumfassend zu recyceln.
In unserer Konsumwelt geht es nicht ohne Kunststoff. Dafür hat das Material zu viele Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten. Es muss unter Gesichtspunkten des Ressourcen- und Klimaschutzes aber dringend gelingen, den Einsatz von Kunststoff generell sinnhafter und nachhaltiger zu handhaben. Das impliziert in erster Linie, Kunststoff nicht immer wieder neu unter Einsatz des Primärrohstoffs Erdöl herzustellen, sondern ihn konsequent zurückzugewinnen. Damit das gelingt, braucht es zweierlei: Produkte die so konzipiert sind, dass sie sich gut recyceln lassen (Stichwort Ökodesign bzw. Design for Recycling) und passende Technologien, um aus diesen Produkten sortenrein alle enthaltenen Kunststoffe herauszuholen und zu hochwertigen Rezyklaten aufzubereiten.
REMONDIS ist seit über 50 Jahren im Kunststoffrecycling tätig und hat schon früh dessen Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung erkannt. Jede Tonne recycelter Kunststoff spart gegenüber dem erdölbasierten Primärrohstoff im Durchschnitt etwa 1,6 Tonnen CO2 ein.
Gemeinsam haben unsere F&E- und Technik-Abteilungen aufeinander aufbauende Verfahren und Anlagentechnologien entwickelt. Sie ermöglichen es uns, Kunststoff nach höchsten Ansprüchen zu recyceln. Das Spektrum reicht dabei von Sortierverfahren, die so ausgereift sind, dass Kunststoffe selbst aus Mischfraktionen zuverlässig sortenrein zurückgewonnen werden, bis hin zur Herstellung von Recyclingrohstoffen in allerhöchster Qualität. Diese Rezyklate können von der Industrie genutzt werden, um nachhaltig zum Beispiel neue Folien, Verpackungen oder Kunststoffprodukte und Komponenten zu fertigen.
Leichtverpackungen werden mittels modernster Nah- Infrarot-Sortierung (NIR) nach unterschiedlichsten Materialien separiert. Das Ergebnis sind unter anderem HDPE-Ballen zur Weiterbehandlung in Bochum.
Unter Einsatz modernster Verfahren inklusive KI werden Kunststoffe nach Materialart und Farbe sortiert. Das gewährleistet eine optimale Weiterverarbeitung zu Rezyklaten.
Aus dem zurückgewonnenen Material werden in Granulatform hochreine Kunststoffe wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polystrol (PS) produziert – die sogenannten Rezyklate
Dass der nachhaltige Weg bei Kunststoffprodukten über einen verstärkten Rezyklateinsatz führt, ist inzwischen Konsens. Voraussetzung dafür ist – neben der grundsätzlichen Bereitschaft der Industrie, Recyclingrohstoffe einzusetzen – eine entsprechend hohe Materialqualität. Auch hier sind wir von REMONDIS Vorreiter. Unser Ziel ist es, Rezyklate herzustellen, die so rein sind, dass sie sogar zur Herstellung von Verpackungen für hygienesensitive Produkte dienen können. Hierfür arbeiten wir permanent an der Weiterentwicklung unserer Recyclingverfahren und führen Material- und Produkttests durch. Das Ergebnis: Unsere Rezyklate können in puncto Reinheit so überzeugen, dass daraus sogar Verpackungen für Babyprodukte gefertigt werden.
Mehr Informationen zum Thema Rezyklate finden Sie auf recyclingrohstoffe.de
Bei allen technologischen Innovationen im Bereich des Recyclings braucht es dennoch Grundvoraussetzungen, um die Aufbereitung von Kunststoffen möglich zu machen. Verpackungen und andere Kunststoffprodukte sollten so zusammengesetzt sein, dass sie überhaupt recyclingfähig sind. Um das zu gewährleisten unterstützen wir Hersteller dabei, Produkte entsprechend zu konzipieren und vom Ende her zu denken. Oberste Maxime ist, dass sich einzelne Kunststofffraktionen mechanisch trennen lassen. Bei sogenannten Verbundstoffen, die zum Beispiel bei Getränkekartons zum Einsatz kommen, ist genau das nicht der Fall. Hier sind verschiedene Materialien in so dünnen Schichten miteinander verklebt, dass eine Separierung nahezu unmöglich ist. Deshalb setzen wir uns dafür ein, auf Verbundstoffe weitestgehend zu verzichten und entwickeln gemeinsam mit der Industrie alternative Lösungen.
Hilfe rund ums Thema Verpackungsdesign gibt’s bei EKO-PUNKT
Wie kaum ein anderer Rohstoff führt einem Kunststoff vor Augen, wie sehr funktionierendes Recycling auf das Miteinander verschiedener Akteure angewiesen ist. Hersteller sind gefordert, Produkte mit Unterstützung der Kreislaufwirtschaft so zu designen, dass sich die Kunststoffanteile am Ende zurückgewinnen lassen. Der Handel hat die Aufgabe, diese Produkt verstärkt in die Regale zu bringen. Zusätzlich ist die Politik gefragt, Rahmenbedingungen zu setzen, um das Thema Kunststoff und nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Tatsächlich ist hier in den letzten Jahren EU-weit einiges passiert. Neben dem Verbot bestimmter Plastikprodukte wurden diverse zukünftig zu erfüllende Richtlinien verabschiedet. So sollten ab Ende 2030 grundsätzlich alle Verpackungen recycelbar sein.
Bei Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff ist ab 2030 zudem ein Rezyklatanteil von mindestens 30 Prozent vorgeschrieben.
REMONDIS recycelt im großen Stil auch PET aus Getränkeflaschen und trägt so dazu bei, dass Deutschland hier eine Recyclingquote von mehr als 95 Prozent erzielt.
Zuständig für alles, was bei uns mit Kunststoffrecycling zu tun hat, ist die REMONDIS Recycling GmbH & Co. KG